alfredAlfred Wenskus (57) ist seit 2007 verantwortlich für die insgesamt vier städtischen Teiche, in denen schon seit Jahrhunderten Fischzucht betrieben wird. 2006 war der Vertrag mit dem vormaligen Pächter ausgelaufen. „Da ich als gelernter Installateur arbeitslos geworden war, im Nebenerwerb aber seit 30 Jahren Fischzucht in Teichen bei Segeberg betrieben hatte, bewarb ich mich um die Pacht und hatte Erfolg“, sagt Wenskus. Gemeinsam mit seiner Frau Annegret, die sich in erster Linie um den Verkauf und das Marketing kümmert, hält er Wacht über den Herrenteich (über 50 Hektar), den Messingschläger Teich (knapp acht Hektar), den Schwarzen (2,7) und den Schulteich (1,7 ) sowie über vier „Hälterteiche“ und ihre nassen Bewohner. Aus der Fischzucht herausgenommen ist der Neuhöfer Teich, der vom Anglerverein Bad Oldesloe bewirtschaftet wird.

 

Die Karpfenzucht hat in Reinfeld eine einzigartige Tradition. Denn bereits im Jahr 1186 wurde eine Ansiedlung von Zisterzienser-Mönchen erstmals urkundlich erwähnt, das sie „Reynevelde“ nannten – das spätere Reinfeld. Diese Mönche legten an dem Flüsschen Heilsau zahlreiche Teiche zur Karpfenzucht an.

 

Und wie geht das vor sich? „Ich beziehe meine jungen, einsömmerigen Karpfen mit einem Gewicht von durchschnittlich 40 Gramm vom zertifizierten Bioteichwirt Michael Bothstede aus Grambek bei Mölln“, erklärt Alfred Wenskus. Wie viele das sind, will er nicht preisgeben, genauso wenig wie die Mengen, die er zur Erntezeit aus seinen Fischteichen holt. „Das ist Betriebsgeheimnis“, sagt der Unternehmer. Nur soviel: „Wir besetzen nach den gewünschten Richtlinien der Bioverordnung“.